Abschied mit Gottesdienst und Kartoffelschälen

Vor 23 Jahren war es der damals junge Weihbischof Thomas Maria Renz, der die Salesianer Don Boscos in der Diözese Rottenburg-Stuttgart willkommen heißen durfte. Nun, am 23. Juli 2022 war es wiederum Weihbischof Renz, der sie auch wieder verabschiedete. Damit schloss sich ein Kreis für ihn, aber auch für viele, die mit den Brüdern in den vergangenen Jahren unterwegs waren.

Die Diözese Rottenburg-Stuttgart und das Stadtdekanat Stuttgart hatte an diesen letzten Samstag vor den Sommerferien in die Innenstadtpfarrei St. Georg eingeladen, um die 23 Jahre des Wirkens der Ordensbrüder des Heiligen Don Bosco zu würdigen, um Abschied zu nehmen. Es begann in der Gemeindekirche, von wo aus auch P. Jörg Widmann vor 12 Jahren in seinem Diakonatspraktikum die Gemeinde, das Dekanat und die Diözese kennenlernen durfte. Dem Gottesdienst stand Weihbischof Renz vor, Mitbrüder der ersten und zweiten Stunde waren an den Neckar gereist und auch Provinzial P. Reinhard Gesing hatte sich nach Stuttgart auf den Weg gemacht, um bei der Abschiedsfeier dabei zu sein. In seiner Predigt beim Gottesdienst betonte P. Jörg Widmann, Direktor und Jugenpfarrer der Stadt, dass es wohl kaum einen Altar in Stuttgart gibt, an dem die Mitbrüder nicht die Messe gefeiert haben, dass es keine Gemeinde in der Stadt gibt, in der die Menschen inzwischen Don Bosco nicht kennen und wertschätzen. Mit einer fröhlichen und unkomplizierten Art nehmen sie sich stets Zeit für junge Menschen, sind stets präsent und haben gemeinsam mit den Kolleginnen des Jugendreferates die Jugendarbeit geprägt.

Nach dem Gottesdienst stand die Begegnung mit den Mitbrüdern und untereinander auf dem Programm, bei gutem Essen und Getränken. Diese Stärkung brauchte man auch, denn anschließend gab es Grußworte, in denen von verschiedenen Seiten die Arbeit der Salesianer nochmals in Erinnerung gerufen wurde: Jugendgottesdienste, Wallfahrten, Veranstaltungen für Schulen, Jugendkirche, jugendpastorales Zentrum und vor allem Begegnung und Begleitung zahlreicher junger Menschen.

Immer wieder wurde zudem betont, dass das jährliche Don-Bosco-Fest im Januar in bleibender Erinnerung bleiben wird. Seit 2000 wurde hier von Ehrenamtlichen 18 mal 50kilo Kartoffeln verarbeitet. Und so fand man es eine gute Idee, dass die drei letzten Mitbrüder einmal bevor sie Stuttgart verlassen zumindest 5kilo in diesen berühmten schwäbischen Kartoffel-Salat verwandeln und damit die Gäste noch zusätzlich versorgen sollten. Und so kann neben nachdenklichen, humorvollen und wertschätzenden Worten auch das praktische Tun nicht zu kurz. Die Mitbrüder schlugen sich unter fachfraulicher Anleitung nicht schlecht.

Und so sagte man nicht endgültig „Servus“, sondern „Auf-Wiedersehen“. Begegnungen und Kontakte, die entstanden sind, die sollen und werden bleiben. Dessen war man sich sicher. Auch von Berlin, Regensburg und München aus.