#HausVomNikolaus

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Updates zum Prozess:

Jugend und Gemeinde gestalten gemeinsam Kirche neu

Im Jugendpastoralen Zentrum YouCh und der katholischen Kirchengemeinde St. Nikolaus hat ein Beteiligungsprozess begonnen. Die Gemeindemitglieder und die Dekanatsjugend entscheiden gemeinsam, wie die Kirche St. Nikolaus zukünftig aussehen soll – als Jugendkirche des Dekanats Stuttgart und als Gemeindekirche.

Dazu haben viele gleich zu Beginn kräftig angepackt und einen Teil der Kirchenbänke ausgebaut um an deren Stelle ein Denklabor einzurichten. Nun wird das Denklabor bunt bespielt, mit Jugendgottesdiensten, einem Kinoabend und Gesprächskreisen. Ideen und Anregungen für die künftige (Jugend)kirche werden bei drei offenen Workshops gebündelt und in einer wachsenden Ausstellung direkt im #HausVomNikolaus festgehalten. Begleitet und moderiert wird der Beteiligungsprozess durch das Architekturbüro „Studio Prinzmetal“. Die BDKJ-Stadtleitung Stuttgart vertritt die Jugend in den Steuerungsgruppen des Dekanats und sorgt unter dem Hashtag #HausVomNikolaus dafür, dass die Jugend in Stuttgart gut informiert ist und so bei den Veranstaltungen ihre Kirche mitgestalten kann.

Dieses Beteiligungsformat ist ein einmaliger Prozess in der Diözese und für Jugendliche eine einmalige Chance Kirche nach ihren Wünschen und Vorstellungen zu gestalten.

„Wünsch Dir was“ hieß es auch beim zweiten Workshop in St. Nikolaus. Dieser Einladung folgten am 29. April JugendvertreterInnen und Gemeindemitglieder und sammelten in moderierten Gruppensettings handfeste Ideen für die zukünftige Kirchengestaltung:

So wünschen sich die WorkshopteilnehmerInnen eine moderne, offene, barrierefreie und teilbare Raumgestaltung bei Wahrung der Heiligkeit des Raumes. Das Programm soll vielfältige Begegnungen mit Gott und den Menschen verschiedener  Generationen ermöglichen – von den üblichen liturgischen Angeboten, über Kulturelles in Bild und Ton bishin zu vielfältigen Veranstaltungen rund um die Kirche, wie beispielsweise Public Viewing. „Wir müssen uns entscheiden, wie wir zukünftig Gottesdienst feiern wollen. Das ist die Basis für die Überlegungen zur Gestaltung der künftigen Jugendkirche“, sagt Felix Mühlbauer, KjG-Dekanatsleitung in Stuttgart. „Nur so kommen wir zu einem Ergebnis, mit dem wir später zufrieden sind.“ Keine leichte Aufgabe, das war spürbar in der intensiven Arbeitsatmosphäre des Sonntages. „Heute sind wir wesentlich näher an unserer Materie“, freute sich Christian Storch, BDKJ-Stadtleitung in Stuttgart. Den eigenen Wünschen Gehör verschaffen zu können und sie konkret werden zu lassen war Hauptmotivation der Workshopteilnehmerinnen und –teilnehmer und machte Lust auf den weiteren Beteiligungsprozess

In einer zweiten Phase von Aschermittwoch bis Pfingsten 2019 werden die Ideen dann in der Praxis ausprobiert. Dafür wird das Architekturbüro Raummodule entwickeln, die es ermöglichen sollen, die neuen Ideen im leeren kirchenraum flexibel zu gestalten und wirksam werden zu lassen.

Was sich bewährt fließt dann in die dritte Phase ein, die Umbauphase mit vorangegangenem  Architektenwettbewerb. Wir sind gespannt was noch passiert im #HausVomNikolaus. 

(Katharina Weigel, Dekanatsjugendreferentin)

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(siehe Artikel „Im Denklabor soll die Jugend- und Gemeindekirche entwickelt werden" Nicole Höfle, katholisches Stadtdekanat, 15. März 2018)